29.03.2026, 16 Uhr: Farben, Künstler und Geschichten – entdecken Sie mit uns die sorbische bildende Kunst!
Am Sonntag, den 29.03.2026, lädt das Sorbische Museum zu einer besonderen Führung durch die Galerie der bildenden Kunst ein. Lassen Sie sich von eindrucksvollen Werken inspirieren und erfahren Sie mehr über die Künstlerinnen und Künstler sowie die Geschichten, die hinter den Bildern stehen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen verschiedene Perspektiven der sorbischen Kunst zu erkunden.
- Führung in deutscher Sprache: 16:00 Uhr
- Führung in sorbischer Sprache: 17:00 Uhr
- Es führt: Christina Bogusz, Direktorin
Objekt des Monats 3_26: Homers „Ilias” und „Odyssee” in sorbischer Sprache
Wer gebildet sein will und Sprachpfleger heißen möchte / auch Pfleger unserer sorbischen Sprache – sollte Homer kennenlernen! – lesen wir im Vorwort für Homers „Ilias”. Das kann nicht anders sein. Die „Ilias“ von Homer ist das Fundament der europäischen Kultur. Gleich hinter ihr folgt ihre jüngere Schwester, die „Odyssee”. Beide Meisterwerke wurden vom altlutherischen Geistlichen Matej Urban (1846-1931) ins Obersorbische übersetzt. Das Schicksal der homerischen Epen war bei den Sorben jedoch anders als das der Originalwerke: Als erste erschien in sorbischer Sprache 1921 die “Odyssee”, die „Ilias“ veröffentlichte Urban ein Jahr später. Um die Idee der Übersetzung bildete sich das „Komitee für die Ausgabe des Sorben-Homers“, dem unter anderem Jurij Hejduška/Georg Heduschke und Ota Wićaz/Otto Lehmann angehörten. Die Endkorrektur der Texte wurde von Arnošt Muka/Ernst Mucke durchgeführt. Ihre Leistung trug zur Förderung der wissenschaftlichen Entwicklung des Sorbischen bei. Heute sind beide Epen sowohl Denkmal als auch Schatzkammer der sorbischen Sprache.
Die Gesänge Homers sollten den Sorben besonders nahestehen – dank der Forschungen von Milman Parry und Albert Lord sowie ihrer Nachfolger wissen wir, dass beide aus der mündlichen Kultur stammen und ohne Kenntnis der Schrift entstanden sind. Die Forschungen haben der traditionellen Erzählkultur viel Anerkennung und Ehre gebracht. Heute diese Kultur als „Folklore“ zu bezeichnen, ist nicht mehr korrekt. Hört euch nun an, wie die ersten Verse der „Ilias” im altgriechischen Original und in der sorbischen Übersetzung klingen!
- Objekt des Monats 03/26: Homerowa Ilijada: Übersetzung und Herausgabe von M. Urban; Bautzen 1922; SM-B-003923
- Objekt des Monats 03/26: Homerowa Odyseja: Übersetzung und Herausgabe von M. Urban; Bautzen 1921; SM-B-000078
18.03.2026, 15 Uhr: Kaffee um Drei „Helga Graupner – Gute Bilder sind Bekenntnisse“
„Die sieben Schönen“ und weitere textile Kunstwerke entstanden unter Anleitung der Textilkünstlerin Helga Graupner in der Fördergruppe am Haus für Sorbische Volkskunst. Der Vortrag skizziert ein eindrückliches Lebensbild einer kreativen und engagierten Streiterin für eine qualitätvolle textilkünstlerische Arbeit im Amateurbereich der DDR.
Referentinnen:
- Dr. Dagmar Neuland-Kitzerow, Volkskundlerin, ehemalige Kustodin am Museum Europäischer Kulturen in Berlin
- Petra Helbig, Textilkünstlerin und Kunstpädagogin



