20.9.2020 – 9.5.2021

Farben der Ferne.

Der Maler Ante Trstenjak und die Lausitzer Sorben

Im Werk des slowenischen Künstlers Ante Trstenjak (1894–1970) nimmt die Lausitz eine wesentliche Rolle ein. Fasziniert von den vielfältigen Trachten sorbischer Frauen und Mädchen bereiste er die Ober- und Niederlausitz für Studien, die sein künstlerisches Schaffen bis in die 1960er Jahre prägten.

Bereits während seines ersten Lausitzer Aufenthalts 1928 entstanden 30 Gemälde sowie zahlreiche Skizzen und Entwürfe, neben Trachtdarstellungen auch Landschaftsbilder, Stadt- und Dorfansichten.

Prag war lange die Heimat des Malers: Er studierte an der Akademie für bildende Künste (1920–1923) und wirkte hier bis zur seiner Übersiedlung in das slowenische Maribor 1950. Während der Studienzeit prägte sich sein Wunsch, die Lausitz und ihre sorbischen Trachten festzuhalten. Maßgeblich dafür war der 1922 in Prag ausgestellte Lausitzer Werkzyklus des tschechischen Malers Ludvík Kuba.