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Der Riese Sprejnik                                                                                             

Katalog zur Sonderausstellung

„Ewige Reise. Farbe und Wort im Werk des ukrainischen Künstlers Andrii Sharan“ 
jetzt kostenlos herunterladen.

In Kooperation mit dem Städtischen Museum „Gerhart-Hauptmann-Haus“ in Jelenia Góra haben wir diesen viersprachigen Katalog gestaltet, finanziert durch INTERREG Polen-Sachsen. Die Publikation präsentiert alle ausgestellten Gemälde Sharans sowie 20 seiner ukrainischen Gedichte mit Übersetzungen ins Sorbische, Deutsche und Polnische. Begleitet werden die Bilder und Gedichte des Künstlers von Essays deutscher und polnischer Autoren, ebenfalls in vier Sprachen. Die Autoren sind Krzysztof Zanussi, Marina Weisband, Katarzyna Soboczyńska und Julian Nyča. 

Gestaltung einer Wickelpuppe mit Regina Herrmann

Finisage der Sonderausstellung SORBIAN STREET STYLE

 

Der Katalog begleitet und dokumentiert die Ausstellungen unter dem gemeinsamen Titel „Ewige Reise. Farbe und Wort im Werk des ukrainischen Künstlers Andrii Sharan“ im Sorbischen Museum in Bautzen vom 17.11.2024 bis 16.03.2025 und im Städtischen Museum „Gerhart-Hauptmann-Haus“ in Jelenia Góra vom 10.04.2025 bis 30.09.2025. Das Projekt „Bild und Wort. Kulturelle Identität durch Kunst erleben” wird von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Kleinprojektefonds Polen – Sachsen 2021–2027 kofinanziert.

Z herbstwa Serbstwa | Objekt des Monats

 Freuen Sie sich auf ein neues Serial des Museums. Ab Januar 2026 stellen wir aus den Sammlungsbeständen monatlich ein besonderes Objekt vor. Präsentiert wird dieses im digitalen Format auf der Museumshomepage, auf Facebook und Instagram. Zudem wird jedes Objekt einen Monat lang in der Sonderausstellung “Sammeln. Bewahren. Begeistern.” ausgestellt.                                                                    

  • Dieses Exemplar einer kleinen sorbischen Geige, auch “Schleifer Fidel” oder “Hochzeitsfidel” genannt, wird dem Instrumentenbaumeister Hans Jordan aus Markneukirchen zugeschrieben. Sie wurde nach Entwürfen des Crostwitzer Uhrmachers und Enthusiasten für sorbische Volksmusikinstrumente Jurij Mencl/Georg Menzel (*1903; +1951) angefertigt. Die Signatur am Geigenboden weist als Baujahr 1947 aus.

    Mehrere konstruktive Merkmale dieser Geige weichen von der althergebrachten Bauweise ab. Besonders auffällig ist der untypische Steg zwischen den Schalllöchern, welcher offensichtlich einer klassischen Konzertvioline entnommen ist: er verfügt über vier Saitenkerbungen, obwohl eine sorbische Geige nur mit drei Saiten bespannt wird. Es fehlt außerdem das dritte Loch in der Geigendecke, durch welches bei einer traditionellen kleinen sorbischen Geige ein Füßchen des Steges bis an den Innenboden reicht und somit Decke und Boden verbindet. Darüber hinaus ist auf der Unterseite der Geigendecke ein Bassbalken angebracht – eine weitere Annäherung an den Aufbau der klassischen Konzertgeige.

    Foto: Ansicht einer kleinen sorbischen GeigeFoto: Rückansicht einer kleinen sorbischen GeigeFoto: Seitenansicht einer liegenden kleinen sorbischen Geige

     

    Derlei Merkmale spiegeln Menzels Bestreben wider, die traditionellen sorbischen Streichinstrumente baulich und musikalisch zu “vervollkommnen” und somit durch Modernisierung zu bewahren. Damit zeugt dieses Instrument vom Übergang der traditionellen Volksmusikpraxis zur professionalisierten Folklore, welche 1952 in der Gründung des Staatlichen Ensembles für sorbische Volkskultur mündete – ein Jahr nach Menzels frühem Tod.

    Kleine sorbische Geige _ Markneukirchen _ 1947 _ 27 cm x 49 cm _ SM-V-005922

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