KRABAT. Mensch. Mythos. Marke.

17.09.2017 – 15.04.2018

Kaum eine sorbische Sagengestalt hat jemals so viel von sich reden gemacht wie die des Zauberers KRABAT. Die Ausstellung behandelt erstmalig das Leben von Janko Šajatović (1624–1704), der aus Žumberak nahe Agram (Zagreb) stammte und als Obrist der Kurfürstlichen Kroatengarde unter vier sächsischen Kurfürsten diente. Der kurfürstlichen Familie blieb Šajatović bis zu seinem Tod verbunden, zuletzt als Berater im Range eines Generaladjutanten.

Das Erzählen über „KRABAT“ hat ihn in die kollektive Erinnerung eingehen lassen, von wo aus er durch das Werk von namhaften Literaten wie Měrćin Nowak-Njechorński, Jurij Brězan und Otfried Preußler als literarischer Held Furore machte. In der Kulturgeschichte des sorbischen Volkes nimmt die aus der Sagenfigur hervorgegangene und bis zur Kunstfigur stilisierte Gestalt des KRABAT eine markante Stellung ein.

Ziel des Projektes ist, das Leben der historischen Persönlichkeit, die sich hinter dem Mythos KRABAT verbirgt, zu beleuchten. Darüber hinaus reflektiert das Projekt die Legendenbildung über Janko Šajatović – deutsch auch Johann von Schadowitz – sowie den Beitrag der sorbischen Kunst und Literatur, die ihn ab dem 19. Jahrhundert zum Mythos werden ließ.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde im deutsch-sorbischen Siedlungsgebiet zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda auf kultureller und touristischer Ebene der identitätsstiftende Wert des Mythos KRABAT als Wirtschaftsfaktor zur Marke entwickelt.

Von nachhaltiger Bedeutung ist die Vernetzung mit Partnern aus der Heimatregion des Protagonisten, dem heutigen Grenzgebiet zwischen Slowenien und Kroatien, der Bela Krajina.

Ein Kooperationsprojekt des Sorbischen Museums in Bautzen und der Krabatmühle e.V. in Schwarzkollm.

Kataloge und Ausstellung entstanden in Zusammenarbeit folgender Einrichtungen:

Sorbisches Museum, Bautzen

Sorbisches Institut, Budyšin

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Regionalmanagement des LEADER-Gebietes der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Genealogiecenter Schröter

gefördert durch

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums / Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014-2020

LEADER-Region Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

LEADER-Region Lausitzer Seenland

Sponsoren

Schroubek Fonds Östliches Europa

Vitrinen- und Glasbau REIER GmbH

Volksbank Bautzen / Ludowa banka Budyšin

Die 3 Brüder Udo, Ingolf und Thomas Schön

Rechtsanwälte Dr. jur. Peter Neumann

Barrigue GmbH

Omega Datensysteme Bautzen GmbH

Genealogiecenter Schröter

Stuckhof Jörg Tausch